Filmplakat von 1983

Filmplakat in der DDR und Ungarn 1980/1981

Poster

Besetzung:

Hendrik Höfgen:

Er ist ein Schauspieler und wiederholt diese Tatsache bis zum Übertreiben. Er behauptete dass ein Schauspieler zu sein eine Maske ist. Sein echter Name ist Hals aber dieser gefällt ihm nicht und deswegen will er Hendrik genennt werden. Hendrik ist ein Revolutionär wie auch ein Provinzschauspieler der die politische Verantwortungen des Theaters unter Beweis stellen will. Er glaubt, dass das deutsche Theater für das normale Volk verfügbar sein soll. Er spielt im Hamburger Künstler Theater obwohl er größere Träume hat. Er will fühlt sich an die deutsche Sprache und Kunst gebunden und versucht immer mehrere Leute mit seinen Akten zu beeindrucken. Er erwähnt, dass das Theater in Hafen, Keller, Kneipen und überall vorgestellt werden soll. Gleichfalls will er, dass das Publikum ein Teil der Vorstellung wird. Er denkt nur an schauspielen und an wie man das Theater verbessern kann. Er versucht sich selbst einzubilden, dass er die Verkörperung von dem perfekten Schauspieler ist und, dass er das Vorbild vom deutschen Theater ist. Er spielt jedoch viele Fremde Rollen die nicht repräsentativ vom deutschen Theater und der deutschen Kultur sind. Am Anfang des Filmes ist es ok, dass er fremde Rollen spielt und, dass er ein Revolutionär ist der gegen die Nationalsozialisten ist. Am Anfang des Filmes, während den Zwanziger Jahren, glaubt er, dass er sich keine Sorgen um die politische Situation machen soll. Er merkt langsam und unglücklicherweise zu spät, dass seine Teilnahmslosigkeit mit allem außerhalb des Theaters nur zu Problemen führt. Allerdings ist es für ihn zu spät und er wird ein richtiger Schauspieler des Dritten Reiches.

Ministerpräsident:

Er ist der General der Luftwaffe und ein sehr einflussreicher Mann. Er nutzt seine Macht aus und beutet Hendrik völlig aus. Hendrik wird sein Gönner und muss alles machen um seinen größten Fan zu befreidigen. Der Ministerpräsident zeigt ihm gegenüber auch Gnade und Mitleid. Dieses ändert sich aber schnell und je mehr Hendrik sich auf die Forderungen des Ministerpräsidents einstellt desto mehr vernachlässigt er ihn. Bald wird Hendrik der perfekte deutsche Schauspieler, der jeden Befehl seinen Führeren folgt. Er wird total unterdrückt und die Kunst und das Theater die er so geliebt hat wurden Laster. Er wurde mit seiner Karriere und seinen Berufungen als Schauspieler behafteten.

Juliette Martens:

Sie ist die Balletlehrerin von Hendrik und gleichfalls die geliebte. Sie ist schwarz und lebt alleine in einer Wohnung wo sie wie eine typische Zigeunerin wohnt. Sie ist sehr frei und hat keine Verantwortungen oder Ansprüche die sie befriedigen muss. In der ersten Szene wo sie Hendrik sieht erinnert sie ihn daran, dass sein echter Name Hals ist. Sie macht sich lustig über seine Vorstellungen und Wünsche einen meister Schauspieler zu werden, der sich eine Maske aufsetzt. Sie macht auch die Bemerkung, dass Hendrik kein Bier trinkt wie ein normaler deutscher Mann. Sie fühlt sich mehr sicher mit sich selbst als Hendrik sich fühlt. Sie symbolisiert Zuversichtlichkeit und sie ist stolz auf was sie ist. Sie ist eine rein Deutsche und zieht deswegen die zunehmende drohende politische Situation ins Lächerliche. Sie versucht Hendrik auf dem Boden zu behalten im Laufe des Filmes. Später im Film, während der zweiten Begegnung, als sie von Hendrik mitbekommen hat, dass er sich verliebt und geheiratet hat, wurde sie neidisch und traurig. Auf jedenfalls hat sie Hendrik nicht komplett verlassen und sie treffen sich in Berlin wieder wo sie bei ihm Unterschlupf findet. Glücklicherweise, dank Hendrik, darf sie Deutschland sicher verlassen. Die Ausreise von Juliette wirkt auf Hendrik, in dem er sieht wie er manipuliert wird und er seine Freiheit verliert.

Barbara Bruckner:

Sie ist die Frau von Hendrik und sie ist anders als er und seine vorige geliebte, Juliette. Sie ist sehr reich und ihre Familie gehört zu der Aristokratie Deutschlands. Ihr Vater ist ein einflussreicher Professor. Sie ist deswegen auch über die politische Situation informiert und macht sich um Hitlerskanzlei sorgen als er an die Macht kommt. Sie macht sich sorgen um die Republik und versucht Hendrik zu überzeugen, dass er sich auch Sorgen machen soll. Man merkt, dass Hendrik und Barbara sich nicht immer sehr gut verstehen und ihre Beziehung leidet deswegen. Hendrik faulenzt und will nur Schauspielen egal wo, für wenn, und wie. Ihn interessiert die restliche Welt nicht, weil er ein rein Deutscher ist der sich vor nichts bangen soll. Sie fordert von ihm zu wissen wie er seine Freiheit bewertet, weil sie unter Gefahr steht. Die Antwort von Hendrik ist wozu Freiheit. Sie hat Angst und reist schliesslich aus Deutschland raus. Sie zieht nach Paris um und versucht mehrmals Hendrik zu überzeugen, dass er nach kommen soll. Ihr Vater hatte Hendrik dann schon die Gelegenheit gegeben in Berlin im Staatstheater zu spielen. Hendrik nahm diese Gelegenheit an und wurde zu einem gefeierten Schauspieler. Allerdings kostete ihm Ruhm seine Freiheit und er wurde Gönner des preußischen Ministerpräsidents.

Hans Miklas:

Diese Figur ist eine sehr wichtige und seine Rolle ist kritisch bezüglich auf die Machtdynamik zwischen ihm und Hendrik. Der Miklas ist wie das Gegengewicht, dass dem Hendrik Ausgleich gibt. Er ist auch ein Schauspieler und verbringt viel Zeit mit Hendrik auf der Arbeit wie auch ausserhalb der Arbeit. Er ist ein normaler Deutscher der sehr fleißig arbeitet. Er verdient nicht viel und spielt auch kleine Rollen für das Hamburger Künstler Theater. Die erste Begegnung zwischen Hendrick und Miklas ist in einer Kneipe und sie ist bedeutend, weil wie herausfinden, dass Miklas die National Sozialistische Arbeiter Partei unterstützt. Als Hendrik mit seinen Freunden redet machte er eine Bemerkung die auf eine Schauspielerin bezogen war, die aber Miklas sehr beleidigt hat. Er nahm an, dass er sie beleidigte, weil sie auch die Nazis unterstützte. Er beschimpfte Hendrik, weil er sich egoistisch benommen hatte, denn Miklas nach, alle etwas brauchten woran sie sich hängen könnten. Er wird später unter Befehl von Hendrik vom Theater fristlos entlassen. Auf Grund Hendriks Teilnahme an der Entlassung Miklas, verschiebt sich das Gleichgewicht und bringt mit sich eine andere Machtdynamik die in Hendrik und Miklas andere Einstellungen hervorruft. Miklas wird später gezeigt als er die Hitler Jugend trainiert. Ihre Parole ist “wir sind die Söhne eines Volkes—Einigkeit und Stärke!” (47 Minute) Danach, als Miklas und Hendrik sich wieder treffen im Staatstheater ist alles umgekehrt. Miklas hat entschieden, dass der Terrorregime nicht gerecht ist und wendet sich gegen die NSAP und Hendrik. Diese Entscheidung war für Miklas tötlich und bewies, dass die Gefahr groß war, wenn man gegen die Nazis gewesen ist.

Themen:

Die Gefahren der Gleichgültigkeit—

Die Gleichgültigkeit und politische Apathie werden in diesen Film sehr hart kritisiert. Die ganze Problematik des Filmes handelt sich um die Gleichgültigkeit der Hauptfigur. Hendrik ist, wie viele Menschen in Deutschland waren, und wie viele Menschen heutezutage noch sind. Gleichgültig, uninformiert, und uninteressiert an alle dem was im Land los ist. Hendrik ist entschlossen nur Schauspieler zu sein und sich von Politik und Verantwortung fernzuhalten. In der Szene (die ich zeigen werde) wo er völlig durchdreht ist es klar, dass er die politische Situation Deutschlands nicht wahrnimmt. Er schreit und heult, dass es ihn nichts an gehe wer Reichkanzler ist. Er sagt jedoch, dass alle National Sozialisten Lumpen sind und, dass sie nicht lange an der Macht sein werden. Es störte ihn immer weniger die Gewalt und Ungerechtigkeit die erlebt hat obwohl sein liebe Juliette und seine beste Kumpels verfolgt wurden. Sie waren entweder Agitator oder Invalide in den Augen der Regierung und besonders des Ministerpräsidents. Aufgrund Hendriks gleichgültige Einstellung wurde er zum echten Schauspieler. Er war machtlos und fühlte sich immer mehr verfremdet und ausgenutzt. Je mehr er versucht hat die Situation in Deutschland zu vermeiden desto größer wurde seine Einbindung. Obwohl er am Anfang des Filmes komplett gegen die National Sozialisten war hat seine Gleichgültigkeit dazu geführt, dass er leicht überzeugt wurde und die Partei betritt. Er hatte sich eingebildet, dass andere Parteien und andere Menschen Vorkämpfer für das deutsche Volk sein würden. Er brauchte bloß seine Bühne und seine Zuschauer. Er behauptete nur Freiheit zu wollen, wenn es ihm erlaubte weiter schauzuspielen. Er durfte schliesslich weiter im Theater spielen aber seine Karriere erlaubte ihm immer weniger Freiheit. Angesichts seiner Gleichgültigkeit hat er Anspruch auf Akten und Rollen verloren. Die Maske die er sich aufgesetzt hatte blieb endgültig auf und Hendrik wurde Mitläufer, denn er brauchte seine Heimat und das Theater.

Die Gefahren von Erfolg—

Auf Grund dass Hendrik nur Schauspielen wollte, hat er seine Freunde, sein Leben, seine Freiheit und seine Karriere vernachlässigt. Vom Anfang an war ihm alles egal außer Schauspielen und Erfolg. Er wollte für das normale Volk und für seine Mitmenschen Theater und deutsches Kunst vorstellen. Sein einziges Ziel war geliebt zu sein und auf der staatlichen Bühne zu spielen. Er wollte Vorbild eines Schauspielers sein und machte alles um seine Träume zu realisieren. Erstens hat er seine Frau in Hamburg im Stich gelassen, weil er die Möglich bekommen hat im preußischen Staatstheater zu spielen. Er ist, dann nach Berlin gezogen und hat dort riesen Erfolg erfahren. Er wurde zu einem gefeierten Schauspieler und hat für ganz Deutschland die Kunst und das Theater verkörpert. Nachdem er den Ministerpräsidenten kennengelernt hat wurde seine Rolle als Vertreter der deutschen Kunst, Kultur und Theater wichtiger. Seine Karriere hat im gezwungen seine Denkweise zu änderen um weiteren Erfolg und Lobpreisung zu verdienen. Er hatte deswegen auch Angst vor seinem Chef und die Realität. Diese Realität war, dass alle seine Freunde, inklusiv seine Frau, Juliette, Otto (sein bester Freund) und Miklas sich verfremdet fühlten, denn sie hatten in Deutschland keine Rechte mehr. Juliette musste sich sogar in seiner Wohnung verstecken bis Hendrik ihr eine sichere Ausreise bieten konnte. Er wurde dann Intendant des preußischen Staattheaters und musste mehrmals Interviews machen und über bestimmte Themen berichten die zum Gunsten Deutschlands ausgesucht wurden. Er war der Spaßvogel und Sklave des Ministerpräsidents und berichtete so, dass alles in Deutschland ok schien. Die Sehnsucht die er nach Ruhm und Erfolg hatte kostete Hendrik seine Identität und Freiheit, denn am Ende war er wie ein Vogel im Käfig. Er konnte und wollte nicht mehr aus Deutschland reisen, weil er behauptete, dass es für ihn nichts anderes gegeben hätte. Er bewunderte wieso sich alles so ausgespielt hat und seine letzte Worte waren, dass er nur ein Schauspieler sei.

Zusammenfassung:

Dieser Film ist sehr interessant und man sieht sich vor bestimmten Gewissensfragen gestellt, wenn man die Handlung, Figuren und Ereignisse analysiert. Diese Fragen sind etwas abstrakt und verlangen, dass wir als Zuschauer uns in die Schuhe des anderen setzen. Der Film fängt an nach einem Akt worauf Hendrik schlecht reagiert—möglicherweise, weil er nicht mitgemacht hat. Die Schauspielerin die den Akt vorgeführt hat war offensichtlicht sehr berühmt und bekamm einen riesen Beifall. Hendrik hat ihr nach dem Akt gefolgt um sie zu gradulieren. Sie sagte ihm, dass er begabt sei. Hendrik bat sie sich zu wiederholen damit alle es hörten. Man merkte gleich, dass Hendrik nur mit Ruhm, Erfolg und Lobpreisung überleben kann. Wir lernen von Hendrik, dass er traurig ist, weil er nur ein Provinzschauspieler ist und dass er sich nach mehr sehnt. Es wurde immer deutlicher, dass er Erfolg alles bevorzugte. Er wollte Theater interpretieren und ganz Deutschland mit seinen Fähigkeiten stolz machen. Er behauptete, dass er für das Volk spielen wollte und nicht für Geld und die Aristokratie. Dieses bewies sich falsch zu sein. Er hat sich, obwohl seiner engen Beziehung mit Juliette, entschieden sich mit Barbara zu verheiraten, weil sie ihm viel mehr bieten konnte. Ihr Vater war ein einflussreicher Professor und hat ihm ein Gastengagement in Berlin besorgt. Er nutzte diesen Anlass aus und seine Karriere hat sich auf ein höheres Niveau gestellt. Der Erfolg, der er erfahren hat brachte leider viele schlechte Sachen mit sich. Er hat allmählich seine Freunde verloren wie auch seine Freiheit. Er durfte nicht mehr die Fremde Rollen spielen und er durfte nur deutsche Autoren, Figuren und ihre Werke darstellen. Seine Frau ist aus Deutschland gerückt und seine geliebte Juliette durfte nicht mal auf die Strasse. Dies schien Hendrik aber wenig zu stören und er machte mit seinem Beruf weiter. Übringens war er schon mit dem Ministerpräsident eng befreundet und musste seine Ansprüche befriedigen um noch spielen zu können. Er hat Reden gehalten und hat alles deutsche vertreten. Er war das Vorbild von der Kultur, Kunst und Theater. Man hat gesehen, dass Hendrik immer mehr litt, weil er langsam merkte, dass er nur überleben konnte mit Hilfe von dem Staat, den er früher nicht mochte. Er war am Anfang des Filmes ein Anhänger oder Vertreter des Volkes. Er lebte und strebte nur um für das Volk spielen zu dürfen. Er war gegen die National Sozialistische Arbeiter Partei und fand die Brutalität völlig übertrieben und unmenschlich. Er war aber zu schwach was dagegen zu machen und interessierte sich sowieso mehr auf sein eigenes Leben. Am Ende des Filmes war Hendrik der Schauspieler der er sein wollte. Er hatte seine Traumrolle geschafft und durfte sie immer wieder spielen. Allerdings fehlte ihm einen Realitätssinn und seine Rolle wie Mephisto schien nun eine Konsequenz zu sein von seiner Gleichgültigkeit und ein Nachteil von seinem Ehrgeiz und Sehnsucht. Er fühlte sich gefangen und der Ministerpräsident machte es ihm klar, dass er nur eine Spaßvogel war im Vergleich zu ihm. In der letzten Szene brachte der Ministerpräsident Hendrik zum Berliner Olympiastadion um ihn zu erniedrigen wie ein nur ein echter Schauspieler erniedrigt sein konnte.

ger/350/2010/winter/mephisto.txt · Last modified: 2010/03/30 15:51 (external edit)
 
Except where otherwise noted, content on this wiki is licensed under the following license: CC Attribution-Noncommercial-Share Alike 3.0 Unported
Recent changes RSS feed Donate Powered by PHP Valid XHTML 1.0 Valid CSS Driven by DokuWiki